Film: Filmstudio RWTH Aachen
Bilder 1,2,5: © Hochschularchiv RWTH
Bilder 3,4,6,7: © Studierendenwerk Aachen

WOHNHEIM NR. 2:
Das „Hilton-HOtel“

Ein 22 Meter hoher Wohnturm für rund 200 Studenten entsteht an der Ecke Roermonderstraße/Turmstraße – in einer neuartigen Bauweise, der Betonschüttweise mit Gleitschalung. Die Bauweise gilt als sehr modern, ebenso die Ausstattung der Aufenthaltsräume und der Zimmer. Die Aachener Nachrichten schreibt: „Zwei Häuser mit allem Komfort: Fließendes warmes und kaltes Wasser auf den Zimmern ist genau so vorhanden wie geräumige Duschanlagen.“

Gleichzeitig entsteht ein Haus mit Praxisräumen für den Hochschularzt. Im Verbindungstrakt zwischen Arzthaus und Wohnheim wird eine moderne Röntgenabteilung installiert. Auch wird sich dort ein besonderer Raum für Strahlenschädigungsunfälle und eine Zählkammer befinden, die nicht zuletzt von Angestellten des „Atomzentrums“ bei Jülich aufgesucht werden. 

Das Studentenwerk stellt bei der Hochschule einen Antrag, das Wohnheim offiziell nach dem TH-Professor Walter Eilender zu benennen. Der Senat lehnt dies jedoch ab. Später ist der Professor Namensgeber einer der Türme in der Rütscher Straße.

Seinen Spitznamen verdankt das Wohnheim seiner Ähnlichkeit mit dem Berliner Hilton-Hotel. 

Ende der Neunziger Jahre wird das Hilton noch einmal aufwendig für rund 8 Millionen Euro saniert: Aus den Einzelzimmern werden Apartments sowie Zwei- und Dreizimmerwohnungen. Im Fokus stehen energiersparende Maßnahmen; auch eine Photovoltaikanlage wird installiert. Im Einklang mit der benachbarten Hauptmensa wird die Fassade mit türkis-weißen Platten versehen.

Das Hilton:
Erstbezug: 1961
Baukosten: 2 Mio. DM
Planer: Prof. Winter, Dipl.-Ing. Liebmann, Dipl.-Ing. Heinen
anfänglich 181 Bettplätze, 8 Doppelzimmer
Miete 1961: 60 DM monatlich