Nach dem Krieg
Durch die Bombardierung Aachens am 11. April 1944 wird das Haus der Studentenschaft vollständig zerstört. Die Lage ist katastrophal: Viele Häuser sind unbewohnbar, es herrscht Hunger und immer mehr Bewohner verlassen im Laufe der Zeit die Stadt. Die Hochschule schließt, die Versorgung ist am Limit.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs erweist sich neben der allgemeinen Versorgungslage auch die Ernährungssituation der Studierenden als äußerst prekär. Eine behelfsmäßige Mensa nimmt in den ersten Nachkriegsjahren, in Räumen des Aerodynamischen Instituts untergebracht, einen kümmerlichen Speisungsbetrieb für rund 1.300 Studenten wieder auf. Es stehen nur 150 Sitzplätze zur Verfügung.
Diese Misere weckte die Hilfsbereitschaft der Kommilitonen im Ausland, die nun Lebensmittelspenden zur Unterstützung nach Deutschland senden. Dass die Studierenden nicht völlig zusammenbrechen, ist zum großen Teil der „Irischen Speckspende“, „Schweizer Hülsenfruchtspende“ und „Schwedischen Rote-Kreuz-Spende“ zu verdanken.
Die Stadt Aachen richtet ab 1946 Notunterkünfte für Studierende im Bunker der Rütscher Straße ein. Er beherbergt bis zu 135 Studierende. Der damals noch kurz als Studentenwerk aktive Verein, der sich zum 1. Juli 1947 neu gründen sollte, vermittelt die Unterkünfte. Darüber hinaus richtet die Hochschule einen Appell an die Aachener Bürger, den Studierenden private Zimmer zur Verfügung zu stellen.
Das Studentenwerk wird am 1. Juli 1947 als „Studentenhilfe e. V.“ neu gegründet. Als Geschäftsführer wird Hans (Johannes) Redding benannt. Er wird das Studentenwerk für genau drei Jahrzehnte leiten.
Er beginnt mit 21 Mitarbeitern. Das Arbeitsgebiet umfasst: Speisungsbetrieb, studentische Krankenversorgung, Darlehensbeschaffung, Lehrmittelabteilung, Wohnungsvermittlung, Arbeitsvermittlung und die Studentennotunterkünfte (Bunker).